Tag 3 – Den Luchsen auf der Spur
Eine gelungene Tour mit 4 Stempeln – aber kein Luchs
Wanderstempel:
121 „Aussichtsreich“ Burgberg, 122 Kreuz des Deutschen Ostens, 170 Rabenklippe, 169 Molkenhaus
Die Burgberg-Bahn fährt erst ab 9:30 Uhr, also Wecker aus. Aber die innere Uhr lässt sich nicht betrügen. Nach der ungewohnten Anstrengung gestern, war ich früh ins Bett gegangen… und ja auch wieder früh aufgewacht. Also wieder in Ruhe gefrühstückt, den Rucksack gepackt und auf geht’s.
Ok, die geplante Tour sollte auf dem Burgberg an der Stempelstelle beginnen. Rauf kommt man mit der Seilbahn, wenn sie denn schon fahren würde. Na ja, man kann ja auch um den Berg rum und dann von der Seite auf den Weg zuhalten. Nach Navi geht das. Und Kaiserweg hört sich doch gemütlich an. War er aber nicht. Er ging steil bergauf. Wozu nochmal hatte ich ein frisches TShirt angezogen? Nach einer halben (wohl eher doch viertel) Stunde war ich verschwitzt, wie gestern nach der gesamten Wanderung. Aber Aufgeben ist keine Lösung und sooo weit ist ja nicht! Irgendwann sagte das Schild kleiner Burgberg 0,3km und großer Burgberg 0,4km. Das kann man schaffen!!! Ursprünglich gedacht, den Stempel links (bzw. rechts) liegen zu lassen, wollte ich ihn nun aber auch haben. Und ich war nicht die einzige Verrückte an diesem Morgen. Noch jemand hatte diese „Ochsentour“ hinter sich gebracht. Ein Einheimischer, ca. 20 Jahre jünger schnaufte genauso, wie ich.
Bis zum Kreuz des Ostens sind wir dann gemeinsam gegangen, nette Unterhaltung inklusive. Vom Kreuz aus bin ich dann allein weiter zur Rabenklippe und den Luchsen. Da war meine zeitweilige Wanderbegleitung gerade gestern gewesen. An der Rabenklippe war im Gasthaus eine junge Frau noch am Durchwischen vor dem Gästeansturm. Es war erst kurz vor 10 Uhr, als ich dort meinen Stempel abholte. Aber ein Eis konnte ich schon bekommen. Auf die Frage, wo es denn weiter zur Rabenklippe weiterging, wurde mir der Weg durchs Haus gezeigt. Natürlich war mir als Hausfrau, die Wischen zu würdigen weiß, es peinlich, jetzt da durchs „frisch Gewischte“ zu watzeln. Aber das brachte nur ein Schulterzucken.
Im nachfolgenden Luchsgehege waren die Bewohner noch am Schlafen, keiner ließ sich blicken. Dabei war ich extra am Mittwoch, einem potentiellen Fütterungstag dort. Aber leider viel zu früh! Erst am frühen Nachmittag war die Fütterung angesetzt… Der frühe Vogel fängt den Wurm… aber er sieht keine Luchse. Aber auch ohne Luchse war die Tour sehr schön.
Der Weg vom Molkenhaus zurück nach Bad Harzburg verlief richtig schön durch den Wald. Stichwort: Waldbaden! Weg zunächst richtig Waldboden, später auch felsig. Buchenwald, sich selbst überlassen. Faszinierend auch die verschiedenen Pilzarten. Die ich unbedingt im Bild festhalten musste.
Der Abschluss bildete da wie in den letzen Tagen der Weg zum Edeka / Bäcker für den Kuchen zum Kaffee. Redlich verdient. Gut 18 km und 4 Stempel heute geschafft! Erledigt, reif für die Dusche, aber glücklich!