Harz – Tag 1
Abenteuerreise mit der DB von Elmshorn nach Bad Harzburg.
Wer die DB kennt, weiß, die angegebene Fahrt passt nie so, wie gebucht / vorgeschlagen. Also bin ich auf Nummer sicher gegangen und habe den Zubringer zum ICE nach HH lieber etwas früher gewählt. Bereits am Bahnhof Elmshorn war klar: Es ist ist wieder ein Tag der Verspätungen, auch Montag genannt. Der Zug vor 20 Minuten war immer noch nicht durch… Dementsprechend voll waren die nachfolgenden Züge. Und natürlich auch verspätet. In HH angekommen, teilte mir die DB mit, dass ich leider den ICE nicht erreichen könne, da mein Zug verspätet sei! Ätsch, ausgetrickst, ich stand schon am Bahnsteig in HH.
Die Fahrt via ICE nach Hannover war dann sehr entspannt. Fensterplatz mit Tisch komplett für mich allein. Aber auch hier war Verspätung Programm. Das könnte bei 10 Minuten Umsteigezeit in Hannover zum Problem werden, aber nur mittelprächtig Von Hannover aus nach Bad Harzburg fährt ja öfter mal ein Zug. Aber jeder zweite geht über Braunschweig… Direkt wär schon schön! Mitreisende am Viererplatz nebenan hatten da aber mehr Bauchgrimmen: Ein älteres Paar aus Frankreich wollte in Mannheim den TGV erreichen. Irgendwie hatte ich da schon mal was gehört, ist ein paar Jahre her… Es fährt nur dieser Eine! Die freundliche Zugbegleiterin hat sich der Sache angenommen…
Aber entgegen allen Erwartungen war mir in Hannover das Glück hold: Der Anschlusszug stand auf dem Gleis gegenüber und wartete. Angeblich hatte er noch keine freie Fahrt. Ich musste mit meinem Gepäck nur einen gefühlten Kilometer weiter nach vorn laufen, um den Zug zu erwischen. Aber da stand ein Zugbegleiter und ließ alle rein, die da angerannt kamen ;-). Das auch dieser Zug fast 20 Min. später am Ziel ankam, als bei der Buchung vorhergesagt, war mir schon kurz nach Fahrkartenkauf avisiert worden. Kennt die DB ihre eigenen Fahrzeiten???
In Bad Harzburg angekommen (wieder verspätet… ) bin ich dann nach einem kurzen Telefonat mit der „Schlüsselfrau“ zu Fuß losgezuckelt, mit Gepäck und bergauf. Aber Bad Harzburg ist komisch: An manchen Kreuzungen gibt es nur drei Fußgängerüberwege / -ampeln. Und ich hatte mich schon gewundert, warum OSM den Weg so merkwürdig wählt. Will man an der „falschen“ Stelle rüber, muss man alle anderen Überwege / Ampeln nutzen!
Aber die Wohnung ist prima: großes Schlafzimmer, großes Wohnzimmer mit angrenzender Küche, großes Bad, ein kleiner Flur und ein Balkon. Also keine typische Kaninchenstall-Ferienwohnung. Außerdem ist sie recht zentral gelegen, 5 Minuten Fußmarsch zur Stadtmitte inkl. Busanbindung. Zum Bahnhof fährt sogar ein Bus fast vor der Haustür. Und die Busse sind im Gästebeitrag enthalten.
Nach dem Auspacken, erstmal Bäcker und Einkaufsmöglichkeiten erkundet. Der Bäcker ist Frühaufsteher geeignet und der Edeka hat alles, was man so braucht.
Abends gab es dann leckere Nudeln mit Tomaten-Gemüse-Soße. Die Reste sind perfekt zum Mitnehmen für morgen. Damit geht der ereignissreiche 1. Tag bei einem gemütlichen Glas Wein auf dem Balkon zu Ende.